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Tretlager
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Das Tretlager eines Fahrrads lagert die Tretlagerwelle, an die linke und rechte Tretkurbel befestigt sind. Im Handel wird oft der Begriff Innenlager verwendet, der in den 1980er Jahren vom FahrradversandhĂ€ndler BrĂŒgelmann eingefĂŒhrt wurde.cite-ref-1[1]

Ein Tretlager besteht aus zwei Drehlagern (i. d. R. WĂ€lzlager) und der Tretlagerwelle (auch: Achse). Das Tretlager wurde traditionell in das TretlagergehĂ€use eingeschoben und durch Lagerschalen verschraubt oder eingepresst. Das TretlagergehĂ€use ist ein Teil des Fahrradrahmens. Heute sind außenliegende Lager verbreitet, die aus PlatzgrĂŒnden neben dem TretlagergehĂ€use liegen und ĂŒber Schraub- oder PresshĂŒlsen im GehĂ€use befestigt werden.

Contents

‱ Lagertypen
‱ Fauberlager
‱ Sonstige
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Befestigung im Fahrradrahmen

Innenlager werden in das TretlagergehĂ€use des Fahrradrahmens eingepresst oder geschraubt. Die folgende Tabellecite-ref-2[2] gibt eine Übersicht ĂŒber die gĂ€ngigen Maße der Passungen bzw. Gewinde und der Breite des TretlagergehĂ€uses.

| Bezeichnung [ 3 ] [ 4 ] | Außen-Ø Schalen oder Lager [mm] | GehĂ€usebreite | ErklĂ€rung | verwendete Wellen |
|---|---|---|---|---|
| BSA 1,370″ × 24 tpi (ENG; BC 1.37; „englisch“) selten als ISO 1,375″ × 24 (frĂŒher auch bei Raleigh ) | BSA 34,8; Gewinde 34,8 × 1,058 ISO 34,925 | meist 68 bzw. 73 (oversized), seltener 83 oder 100 mm | BSA ist in Deutschland am hĂ€ufigsten. Meist auf der linken Seite Rechtsgewinde und rechts Linksgewinde; sehr selten rechts Rechtsgewinde. | Mit angeschmiedetem Ring mit LaufflĂ€che fĂŒr Kugellager-Kugeln, alternativ ohne Ring zur Verwendung von Industrielagern . Ø bei Keil- oder Vierkantverbindung zur Kurbel: ~ 17 mm;, bei Vielzahn- oder Klemmverbindung Octalink und ISIS 22 mm, bei Hollowtech II/MegaExo(FSA)/X-Drive(Race Face)/Easton 24 mm, bei GXP ( SRAM / Truvativ ) 22 mm links und 24 mm rechts und bei Campagnolo Ultra-Torque 25 mm; WellenlĂ€nge allg. 113–125 mm, bei Rennrad 103–119 mm, und bei MTB 107–132 mm (Octalink-zweifach-Kettenblatt: 109,5 mm; -dreifach-: 118,5 mm) |
| ISIS (Overdrive) 48 × 1,5 | 48; Gewinde M48 × 1,5 | 68 oder 100 mm | vorgeschlagen als neuer Standard mit ÜbergrĂ¶ĂŸe | glatt oder abgesetzt zur Verwendung mit Industrielagern ; Ø 22 mm; Vielzahnverbindung zur Kurbel; LĂ€nge Rennrad 108 mm (auch 118 mm fĂŒr dreifach-Kettenblatt) / MTB 113 mm (auch 128 mm fĂŒr DH bzw. 138 mm bei außenliegenden Lagern) |
| ITA 36 × 24 tpi („italienisch“) | 35,9; Gewinde M36 × 1,058 bzw. 1,42″ × 24 tpi | 70 mm | beidseitig Rechtsgewinde; oft mit der Kennzeichnung „36 × 24“ auf der rechten Lagerschale [ 5 ] | wie BSA |
| FRA 1,378″ × 25,4 tpi („französisch“) | 34,8; Gewinde M35 × 1 | wie BSA; AchslĂ€nge: Rennrad 107–119, allg. 113–125 mm | beidseitig Rechtsgewinde; wurde bis in die 1980er Jahre verwendet; bis in die 1970er Jahre selten auch als „Schweizer Gewinde“ mit Linksgewinde rechts [ 6 ] | wie BSA |
| Glockenlager; Thompson | 34,7 bzw. 35 oder 40; selten 30, 34, 35,9 oder 37,5 (franz.) bzw. 38 [ 7 ] | meist 70 mm | Schlagschalen sitzen im gewindelosen TretlagergehÀuse; Konen auf der Welle (beidseitig oder nur links geschraubt); kaum noch gebrÀuchlich; wurde z. B. bei TourenrÀdern und LastenrÀdern verwendet | rechts meist mit aufgepresstem Konus , links mit Gewinde zum Aufschrauben des Konus oder beidseitig glatt bzw. abgesetzt zur Verwendung mit Industrielagern ; Keil- oder Vierkantverbindung wie BSA |
| Fauber; engl. OPC (One Piece Cranks) , Pro Size oder Ashtabula [ 8 ] | 51,3–51,5 (2.02″); evtl. auch 45 | z. B. 70 mm | Lagerart wie Thompson (statt Schlagschalen gelegentlich auch verschraubte Schalen); bei Ă€lteren amerikanischen oder skandinavischen sowie BMX-RĂ€dern (mit einteiligem Kurbel-Wellen-Element) und versch. Gewinden | Kurbeln und Welle sind aus einem StĂŒck geschmiedet und mĂŒssen durch das TretlagergehĂ€use gefĂ€delt werden, das daher einen grĂ¶ĂŸeren Außendurchmesser besitzt |
| Mavic Kegel | kegelförmig 34 bis ca. 38 | | Kegel-Patrone; Reparaturlager zur Verwendung in GehÀusen mit beschÀdigtem Gewinde [ 9 ] | |
| BB30 [ 10 ] | 42 | 68, 73 oder 83 mm | Kugellager werden direkt in den Rahmen gepresst. Offener Standard (ursprĂŒnglich von Cannondale eingefĂŒhrt) [ 11 ] | Hohlwelle Ø 30 mm [ 12 ] |
| Specialized OS-BB | 42 | 84,5 mm | Kugellager werden direkt in den Rahmen gepresst. | Hohlwelle Ø 30 mm, [ 12 ] grĂ¶ĂŸere StĂŒtzbreite als BB30-Kurbeln |
| BB90; BB95 | 37 | 90,5 oder 95,5 mm | Kugellager werden direkt in den Rahmen gepresst. | Hohlwelle Ø 24 mm, [ 12 ] ursprĂŒnglich zur Verwendung mit Shimano Hollowtech II-Kurbeln vorgesehen |
| BB86; BB89,5; BB92 (Pressfit, Shimano Pressfit) | 41 | 86,5 mm (Rennrad); 91,5 (oder 89,5 mm mit 2,5 mm breiter Unterlegscheibe) (MTB); | Die Kugellager befinden sich in Schalen (meist aus glasfaserverstĂ€rktem Polyamid ( Nylon )) | Hohlwelle Ø 24 mm, [ 12 ] glatt bzw. abgesetzt zur Verwendung mit Industrielagern ; ursprĂŒnglich zur Verwendung mit Shimano-Hollowtech-II-Kurbeln bzw. Ă€hnlichen vorgesehen, Innenlager fĂŒr Truvativ / SRAM GXP und Campagnolo ebenfalls erhĂ€ltlich |
| PF30, Pressfit 30 | 46 | 68 mm (Rennrad), 73 mm oder 83 mm (MTB) | Die Kugellager befinden sich in Schalen (meist aus glasfaserverstÀrktem Polyamid (Nylon)) | Hohlwelle Ø 30 mm [ 12 ] (wie BB30) |
| 386 EVO | 46 | 86,5 mm (MTB) | eine Variante des Pressfit-30 -Lagers, verwendet dieselben Lagerschalen | Hohlwelle Ø 30 mm [ 12 ] (wie BB30) |

‱ Die Befestigungsarten in der ersten HĂ€lfte der Tabelle bis einschließlich des Fauber-Lagers wurden ursprĂŒnglich bei klassischen Konuslagern verwendet. Heute werden TretlagergehĂ€use dieser Art meist mit Patronenlagern oder mit Industrielagern (Rillenkugellager) bestĂŒckt. Die neueren Befestigungsarten in der zweiten HĂ€lfte der Tabelle sind nicht fĂŒr die Verwendung mit Konuslagern vorgesehen. Diese werden grundsĂ€tzlich mit Industrielagern bestĂŒckt.
‱ ENG und FRA sind manchmal nicht eindeutig zu unterscheiden. Hier hilft nur vorsichtiges Probieren.
‱ Glockenlager hatten eine Vierkant-, seltener Sechskant-Aufnahme fĂŒr die Kurbeln und die namensgebenden gewölbten Staubkappen. Sie wurden abgelöst durch Thompson-Lager, zunĂ€chst mit Keilbefestigung und spĂ€ter ebenfalls mit Vierkantaufnahme der Kurbeln und kantigen Staubkappen. Verwendet werden Kugeln mit 1/4 Zoll (6,35 mm) Durchmesser. Optisch unterscheiden sich Thompson-Lager von den verbreiteten Konus- und Patronenlagern durch die kleinere Kontermutter, die auf der Welle sitzt (statt auf den Ă€ußeren Lagerschalen) und somit ebenso wie die Staubkappe beim Treten rotiert.
‱ Rechte Lager mit Rechtsgewinde können sich selbsttĂ€tig herausdrehen und sollten dann mit Schraubensicherung oder einer Kontermutter gesichert werden.

‱ Übliche WellenlĂ€ngen bei Innenlagern mit integrierter Welle (Patronenlager): 103 – 107 – 110 – 113 – 116 – 119 – 122 – 132; ZwischengrĂ¶ĂŸen möglich.

‱ GehĂ€use nach BB30 und PF30 sind fĂŒr BB30-Kurbeln vorgesehen, können aber fĂŒr andere Systeme reduziert werden.
‱ OS-BB-TretlagergehĂ€use sind nicht mit BB30-Kurbeln kompatibel, können aber ebenfalls reduziert werden.

Einbau und Wartung

Die meisten Tretlager wurden traditionell mit einem Feingewinde im Fahrradrahmen befestigt. Beim Einbau sollten Innen- und Außengewinde grĂŒndlich gefettet werden, da es sich sonst oft schwierig gestaltet, die Verschraubung spĂ€ter wieder zu lösen. Wird das Lager erst nach vielen Jahren getauscht, ist das Herausschrauben mit einfachen Mitteln oft nicht mehr möglich. Um mit dem Werkzeug nicht abzurutschen, ist es sinnvoll dieses mithilfe einer in die Welle gedrehten Schraube und einigen großen Unterlegscheiben oder notfalls einer Schraubzwinge zu sichern. Wenn auch ein verlĂ€ngerter Hebelarm oder die Verwendung eines Schlagschraubers keinen Erfolg bringt, bietet es sich an, das Tretlagerwerkzeug in einen Schraubstock einzuspannen und das komplette Fahrrad horizontal ĂŒber den Schraubstock zu legen. Zwei Personen können dann den Rahmen des Rads greifen und ihn um das Tretlager drehen. Schließlich kann das TretlagergehĂ€use mit einer Flamme erhitzt werden. Ein schnelles ErwĂ€rmen fĂŒhrt zur thermischen Ausdehnung des GehĂ€uses, wĂ€hrend die Lagerschale zunĂ€chst noch kĂŒhl bleibt. Danach muss oft der verbrannte Lack entfernt werden, um Rostschutzmittel und eine neue Beschichtung aufzubringen.

Lagertypen

Innenlager besitzen jeweils ein WĂ€lzlager an der rechten und eines an der linken Seite der Tretlagerwelle, in seltenen FĂ€llen auch jeweils zwei. Die traditionell verwendeten Konuslager wurden bei NeurĂ€dern ab 1975 durch Rillenkugellager (Industrielager) und ab 1994 durch Patronenlager ersetzt. Trotz grĂ¶ĂŸerer Fertigungstoleranzen besitzen Konuslager in der Regel die lĂ€ngste Lebensdauer, da eine grĂ¶ĂŸere Anzahl von Kugeln mit einem zudem grĂ¶ĂŸeren Durchmesser verwendet wird und das Lagerspiel mehrfach nachgestellt werden kann. Wohl aufgrund der beschrĂ€nkten Haltbarkeit der im TretlagergehĂ€use innerhalb des Rahmens eingebauten Industrie- und Patronenlager wurden die Lager bei neueren FahrrĂ€dern oft außerhalb des eigentlichen TretlagergehĂ€uses positioniert. Dies vereinfacht die Montage und es können grĂ¶ĂŸere Rillenkugellager verwendet werden. Durch die VergrĂ¶ĂŸerung des Abstands zwischen den Lagern (StĂŒtzweite) verringern sich die auf die Lager wirkenden KrĂ€fte.

Beim Austausch der traditionellen und bis nach der Jahrtausendwende ĂŒblichen Innenlager sind verschiedene Merkmale zu vergleichen (siehe Tabelle oben):

‱ GehĂ€usebreite meist 68 mm, bei italienischen Lagern 70 mm, bei einigen US-Mountainbikes 73 mm,
‱ auf der rechten Seite des GehĂ€uses befindet sich in der Regel ein Linksgewinde 1,37×24, bei italienischen Lagern jedoch ein Rechtsgewinde 36×24, bei Glocken- und Thompson-Lagern hat das GehĂ€use kein Innengewinde
‱ LĂ€nge der Welle,
‱ Art der Kurbelbefestigung (Keil, Vierkant, Vielzahn) und der Außendurchmesser der Lagerschalen (BSA und FRA-Lager mit Linksgewinde auf der rechten Seite lassen sich nur mit Gewindelehre oder durch versuchsweises Einschrauben der Lagerschale unterscheiden).

Klassisches Konuslager

Traditionell wurden Konuslager mit losen oder in KĂ€figen gehaltenen Kugeln verwendet, die zusammen mit Lagerfett in Lagerschalen eingesetzt wurden und eine lange Lebensdauer besaßen. Als Konus wird beim Fahrrad die LaufflĂ€che der Kugeln bezeichnet, da diese in Form eines kurzen Kegelstumpfs angeschrĂ€gt war, um im Lager Axial- und RadialkrĂ€fte zugleich aufnehmen zu können.

Beim Konuslagercite-ref-13[13] handelt es sich um ein SchrÀgkugellager, das traditionell auch in Fahrradnaben und im Steuersatz eingesetzt wird.

Die gehĂ€rteten Tretlagerschalen dienen als LaufflĂ€che fĂŒr die Kugellager-Kugeln und werden in das TretlagergehĂ€use eingeschraubt. Die Kugeln werden oft durch einen BlechkĂ€fig (LagerkĂ€fig) zusammengehalten. Da die Kugeln unmittelbar zwischen Tretlagerachse und Lagerschale laufen, können mit einem Durchmesser von meist 6,35 mm (1/4") wesentlich grĂ¶ĂŸere Kugeln als bei modernen Lagerarten verwendet werden.cite-ref-smolik-4-1[4]

Konuslager sind hĂ€ufig nicht so gut abgedichtet wie moderne Lagervarianten, erreichen aber lĂ€ngere Lebensdauern als innenliegende Industrie- oder Patronenlager, da sie nachstellbar sind, grĂ¶ĂŸere Kugeln enthalten und aufgrund des grĂ¶ĂŸeren Lagerabstands weniger stark belastet werden. Moderne außenliegende Lager besitzen einen noch grĂ¶ĂŸeren Lagerabstand.

Konuslager werden vermutlich wegen des zusĂ€tzlichen Arbeitsschritts zum Einstellen des Lagerspiels in der Großserienfertigung nicht mehr verwendet.

Das Lagerspiel wird beim Konuslager gewöhnlich an der linken Lagerschale eingestellt. Die Lagerschale wird soweit in das TretlagergehĂ€use geschraubt, bis die Achse gerade kein Spiel mehr aufweist. Beim Drehen der Kurbeln darf noch kein erhöhter Widerstand spĂŒrbar sein.
Die rechte Lagerschale besitzt oft einen Bund, der beim Einschrauben ins TretlagergehÀuse als Anschlag dient.

In den meisten FĂ€llen besitzt die rechte Lagerschale ein Linksgewinde. Wenn das Gewinde ein zu großes Spiel besitzt, könnte die rotierende Abrollbewegung (Walkbewegung) der GewindegĂ€nge der Lagerschalen sonst dazu fĂŒhren, dass sich der Konterring löst und die Gewindeschale allmĂ€hlich herausschraubt (entgegen der Drehrichtung der Tretkurbeln). Aufgrund des großen Gewindedurchmessers und der feinen GewindegĂ€nge der Tretlagerschalen ist die Gefahr des selbsttĂ€tigen Herausschraubens jedoch geringer als etwa bei den Pedalen, die auf der linken Seite unbedingt mit einem Linksgewinde versehen werden mĂŒssen. Wesentlich hĂ€ufiger kommt es vor, dass sich eine beim Einschrauben unzureichend gefettete Lagerschale nach dem Entfernen der Kontermutter ĂŒberhaupt nicht mehr lösen lĂ€sst.

Zur Innenseite des TretlagergehĂ€uses hin sind Konuslager nicht abgedichtet. Wasser, das etwa durch das Sattelrohr in den Rahmen lĂ€uft, kann sich mit dem Lagerfett vermischen und zu Korrosion fĂŒhren, wenn das Tretlager keine EntwĂ€sserungsöffnung besitzt. Oft wird eine KunststoffhĂŒlse ĂŒber die Achse geschobenen, die einem Faltenbalg Ă€hnelt, und die Lager vor von oben eintretender Feuchtigkeit schĂŒtzt.

Bei Anzeichen eines unsauberen Laufs muss das Lager gewartet werden, indem es zerlegt, gesĂ€ubert und Konus und Kugeln mit neuem Lagerfett eingesetzt werden. KnackgerĂ€usche deuten auf lose Metallpartikel hin. Nach dem SĂ€ubern sollten die OberflĂ€chen von Laufringen und Kugeln auf BeschĂ€digungen untersucht werden. Kugeln, Lagerschalen oder Tretlagerwelle mit GrĂŒbchen sollten ausgetauscht werden. Idealerweise wird ein kompletter Satz neuer Kugeln erworben, da die Hersteller die Kugeln nach genauen Abmessungen zusammenstellen.cite-ref-14[14]

Lagerschalen und deren Sicherungsringe haben oft nur schmale, abgeflachte oder genutete SeitenflÀchen, um das Montagewerkzeug anzusetzen. Wurden die Gewinde bei der Montage nicht ausreichend gefettet, dann sitzen Schalen und Ringe nach einigen Jahren oft so fest, dass sie nur noch mit Spezialwerkzeugen oder besonderen Hilfsmitteln gelöst werden können.cite-ref-15[15]cite-ref-bikeradar-16-0[16] Lagerschalen aus Stahl mit abgeflachten SeitenflÀchen können in einen hochwertigen Schraubstock mit scharfkantigen, parallelen Backen eingespannt werden, um die Lagerschalen durch Drehen des gesamten Rahmens lösen zu können.

Traditionelle Konuslager lassen sich durch Patronenlager oder Lagersets mit Industrielagern ersetzen.

Konuslager mit eingeschlagener Lagerschale und geschraubtem Konus (Glocken- bzw. Thompsonlager)

Die frĂŒher verwendeten Glockenlager und deren Nachfolger, die Thompson-Tretlager,cite-ref-17[17] sind an einem Gewinde auf der Tretlagerwelle sowie einer mitdrehenden Haube bzw. Glocke erkennbar, welche das Lager abdeckt. Bei der Montage werden zunĂ€chst die Lagerschalen in das TretlagergehĂ€use eingeschlagen, bevor man Welle und Kugellager einsetzt. Der rechte Konus wird dann entweder per Rechtsgewinde auf die Tretlagerwelle geschraubt oder er ist fest mit der Welle verbunden. Der linke Konus wird auf die Welle geschraubt, auf der sich ein Linksgewinde befindet. Dann folgen die mitdrehende Staubkappe, ein Zwischenring, der gewöhnlich durch einen innenliegenden Zahn gegen Verdrehen gesichert ist, und eine Kontermutter.cite-ref-smolik-4-2[4]

Die Staubkappen der Ă€lteren Lager dieser Art sind abgerundet, verchromt und haben die Form der namensgebenden „Glocke“, die von außen ĂŒber das TretlagergehĂ€use greift und sich mit der Tretlagerwelle dreht. Bei den neueren Thompsonlagern ist die Staubkappe flach, deutlich unauffĂ€lliger und auf der rechten Seite teilweise gar nicht sichtbar. Die Kontermutter ist deutlich kleiner als bei Konuslagern mit geschraubter Lagerschale, da sie auf der Welle und nicht außen auf der Lagerschale sitzt. Glockenlager waren bereits ĂŒber einen Vierkant auf der Welle mit der Kurbel verbunden, der allerdings eine kleinere SeitenlĂ€nge hatte als heutige Vierkantverbindungen. Zum Entfernen der Kurbel wird ein spezieller Abzieher verwendet, der von außen um die Kurbel greift und sie von der Welle zieht.cite-ref-ddr-18-0[18] Glocken- und Thompsonlager lassen sich durch Patronenlager ersetzen, deren Lagerschalen kein Gewinde auf der Außenseite besitzen und in das TretlagergehĂ€use eingeschlagen oder gepresst werden. Der Ausbau geschieht durch Schlagen auf die Tretlagerwelle.cite-ref-19[19]

Industriekugellager

Als Industrielager werden die als Maschinenelemente standardisierten WĂ€lzlager bezeichnet, die mit innerem und Ă€ußerem Laufring eine Einheit bilden und im Tretlager meist in der AusfĂŒhrung als Rillenkugellager mit Dichtscheiben verwendet werden. Da die Kugeln im inneren und Ă€ußeren Laufring in Rillen laufen, können die Lager auch AxialkrĂ€fte aufnehmen. BerĂŒhrungslos laufende Dichtscheiben (meist aus Metall) verhindern im Gegensatz zu schleifenden Dichtscheiben (meist aus Kunststoff) nicht das Eindringen von Feuchtigkeit.

Auf der Welle befinden sich statt der konischen LaufflĂ€chen fĂŒr die Kugeln zylindrische PassflĂ€chen als Lagersitz, auf welche die Innenringe der Kugellager geschoben werden. Die Ă€ußeren Laufringe der beiden Kugellager werden durch eingeschraubte oder eingepresste Schalen im TretlagergehĂ€use fixiert.

Durch die prÀzise Fertigung der Industriekugellager ist ein verringerter Drehwiderstand zu erwarten. Durch den deutlich geringeren Kugeldurchmesser ergibt sich im Allgemeinen jedoch eine geringere Lebensdauer, zumal die Kugellager im Gegensatz zu Konuslagern nicht nachgestellt werden können.

Es können beidseitig abgedichtete Industriekugellager (WĂ€lzlager) verwendet werden, die im Gegensatz zum klassischen Konuslager auch zum Inneren des Tretlagers hin wasserdicht sind. Die gleitenden Lippendichtringe fĂŒhren zu einem leicht erhöhten Drehwiderstand.

Die Innengewinde des TretlagergehĂ€uses sollten zueinander fluchten, um die Rillenkugellager beim Einschrauben der Lagerschalen nicht zu verspannen. Falls zwischen den Außenringen der beiden Industriekugellager keine starre AbstandshĂŒlse montiert wird, dĂŒrfen die Lagerschalen nur vorsichtig und gerade so weit eingeschraubt werden, dass der leichte Lauf der Lager nicht beeintrĂ€chtigt wird.cite-ref-bikeradar-16-1[16] Wie beim Konuslager werden die Gewindeschalen mit Konterringen gesichert.

Patronenlager

Patronenlager sind der heute am meisten verwendete Lagertyp bei FahrrĂ€dern. Die beiden WĂ€lzlager werden vom Hersteller zusammen mit der Tretlagerwelle in einen Zylinder (die Patrone) eingesetzt, justiert und eingepresst. Dadurch sind die Lager nach innen hin dicht. Bei der Montage muss das Lager nicht justiert werden. Konterringe wie bei Konus- und Industrielager sind nicht mehr nötig, da die beiden Halteschalen fest gegeneinander verspannt oder gepresst werden können. Patronenlager können nicht gewartet werden. Die GrĂ¶ĂŸe der Kugeln liegt zwischen denen des Konuslagers und denen der Industriekugellager. Der Drehwiderstand ist aufgrund der weniger prĂ€zisen Fertigung und der mangelnden Einstellmöglichkeit in der Regel höher als bei den anderen Lagern. Die Lebensdauer hĂ€ngt von der Fertigungs- und MaterialqualitĂ€t ab, ist aber immer geringer als die eines Konuslagers, das gereinigt, nachgespannt und neu gefettet werden kann.

Wenn sich ein grĂ¶ĂŸeres Lagerspiel einstellt, muss im Gegensatz zu den anderen Bauformen das komplette Patronenlager samt Achse ausgetauscht werden.cite-ref-20[20]

Die Patrone wird meist mit zwei Gewindeschalen und einem Anzugsdrehmoment von 35 bis 45 Nm in das TretlagergehĂ€use eingeschraubt. An der rechten Seite der Patrone ist oft ein Gewinde integriert, so dass die rechte Gewindeschale entfĂ€llt. Gewindeschalen aus Kunststoff werden mit speziellen SchlĂŒsseln montiert.cite-ref-bikeradar-16-2[16] Um das Abrutschen des SchlĂŒssels zu verhindern, sollte er an die Gewindeschale angedrĂŒckt werden, indem beispielsweise die Kurbel wieder aufgesetzt und leicht angeschraubt wird. Ist die Welle durchgehend hohl, kann statt Schraube auch ein Schnellspanner verwendet werden.

Auch Patronenlager sind mit unterschiedlich langer Welle erhĂ€ltlich, um die Kettenlinie – den Abstand der Kette zur Mitte des Fahrradrahmens – je nach Wunsch des Fahrers variieren zu können.

Eine Variante, deren Ă€ußere Halteschalen statt eines Außengewindes ein Innengewinde besitzen oder lediglich eingeschlagen bzw. -gepresst werden, dient zum Austausch von Glocken- oder Thompson-Tretlagern (Reparaturlager).

Im Patronenlager befinden sich entweder klassische Konuslager (siehe Bild) oder beiderseits je ein eingepresstes Industriekugellager (Rillenkugellager), meist mit Schutzring abgedichtet. Die Achse hat ĂŒblicherweise einen Durchmesser von 16 mm. Folglich sind folgende Kugellager verbaut: BB 163110 – 2RS mit einem Außendurchmesser von 31 mm, Innendurchmesser von 16 mm und 10 mm Breite.

Da beim Patronenlager die Patrone das Lager vollstĂ€ndig umschließt, ist die Genauigkeit des Sitzes im TretlagergehĂ€use nicht erheblich. Die korrekte Ausrichtung der Kugellager und der Welle zueinander wird durch die Patrone gewĂ€hrleistet. Diese Lager sind in der Massenfertigung verbreitet, wenn auch die Lebensdauer eines klassischen Konuslagers nicht erreicht wird.

Außenliegende Lager, geschraubt

Bei diesem 2004 von Shimano eingefĂŒhrten Typ liegen die Lager außerhalb des TretlagergehĂ€uses – die Bezeichnung „Innenlager“ ist hierfĂŒr also unangebracht. Der große Abstand der beiden Lager voneinander soll das VerhĂ€ltnis der StabilitĂ€t zum Gewicht der Konstruktion verbessern. Solche Lager gibt es fĂŒr unterschiedliche GehĂ€usegewinde, also auch BSA und ITA.

Im Gegensatz zu anderen Systemen bildet die Tretlagerwelle keine Einheit mit dem Innenlager; vielmehr wird die Tretlagerwelle durch die beiden Lager gesteckt. Beim Einbauen ist darauf zu achten, dass die beiden Lager exakt parallel stehen. Ansonsten reduziert sich die Lebensdauer der Lager erheblich. Es ist daher unerlÀsslich, das TretlagergehÀuse an beiden Enden plan zu frÀsen.cite-ref-bikeradar-16-3[16]

Shimano hat diesen Lagertyp unter dem Begriff Hollowtech II oder HT II eingefĂŒhrt, um zu verdeutlichen, dass sowohl die Kurbeln als auch die Tretlagerwelle hohl sind (engl. hollow). Bei den preisgĂŒnstigeren Gruppen sind die Kurbeln jedoch nicht hohl, sodass diese Garnituren nicht mit Hollowtech II bezeichnet werden, obwohl dieselbe Lagertechnik zum Einsatz kommt. Umgangssprachlich wird der Lagertyp dennoch als Hollowtech II bezeichnet. Truvativ nennt diesen Lagertyp GXP, als AbkĂŒrzung fĂŒr Giga X-Pipe. Bei FSA heißt dieses System Mega Exo.

Bei außenliegenden Lagern ist der rechte Kurbelarm meist fest mit der Welle verbunden, wĂ€hrend die linke Kurbel aufgesteckt und anschließend durch das Anziehen zweier Schrauben verklemmt wird (siehe Abschnitt Feste Verbindung zu einem Kurbelarm).

Durchmesser moderner Tretlagerwellen von 22, 24 oder 24,07 mm

Obwohl die Varianten Hollowtech II, GXP und Mega Exo Tretlagerwellen mit einem Durchmesser von 24 mm erfordern, sind die Standards untereinander nicht kompatibel. So belÀuft sich der Durchmesser der Mega-Exo-Tretlagerwellen auf 24,07 mm und passt daher nicht in GXP- und Hollowtech-II-Lager.

GXP-Lager besitzen auf der Antriebsseite eine Öffnung mit 24 mm Durchmesser und auf der Nicht-Antriebsseite 22 mm. Aus diesem Grund sind Hollowtech-II- und Mega-Exo-Kurbelgarnituren auch hier nicht kompatibel. Beim Hollowtech-II-Format von Shimano haben beide Lager eine Öffnung von 24 mm, jedoch bildet dies auf der Nicht-Antriebsseite ein Spiel von 2 mm unter Einsatz einer GXP-Kurbelgarnitur, wĂ€hrend Mega-Exo-Kurbelgarnituren wegen des höheren Durchmessers der Welle generell nicht passen.

Die Hersteller der unterschiedlichen Kurbelgarnituren Shimano, FSA und Truvativ (SRAM) verweisen stets auf die Nutzung der jeweils passenden Lager der eigenen Marken, um eine vollstĂ€ndige KompatibilitĂ€t zu garantieren. Aufgrund der Abweichungen und InkompatibilitĂ€ten kann der 24×37-Standard fĂŒr BSA-KurbelgehĂ€use in der Praxis nicht als Standard bezeichnet werden.

Außenliegende Lager, eingepresst

In diesem Fall hat das TretlagergehĂ€use keine Gewinde, ebenso wenig die Lager. Diese werden in das TretlagergehĂ€use gepresst. Bei den Pressfit-AusfĂŒhrungen befindet sich das Lager in einer Schale, die eingepresst wird. Statt einer Welle mit einem Außendurchmesser von 30 mm lĂ€sst sich mithilfe von Adapterringencite-ref-wheels-21-0[21] in der Regel auch eine Welle mit 24 mm Durchmesser einsetzen.

Lager BB30

GehĂ€usedurchmesser 42 mm, GehĂ€usebreite 85/83/73/68 mm. UrsprĂŒnglich fĂŒr Innenlager-Wellen mit einem Durchmesser von 30 mm.

Pressfit30 (PF30)

GehÀusedurchmesser 46 mm, GehÀusebreite 83/73/68 mm. Die Lagerschale (mit darin liegendem Lager) wird eingepresst. Innenlager-Wellendurchmesser 30 mm.

Pressfit BB86

FĂŒr RennrĂ€der. GehĂ€usedurchmesser 41 mm, GehĂ€usebreite 86,5 mm. Die Lagerschale mit Lager wird eingepresst. Innenlager-Wellendurchmesser 24 mm.

Lager BB90

GehÀusedurchmesser 37 mm, GehÀusebreite 90,0 mm. Innenlager-Wellendurchmesser 24 mm.

Pressfit BB92

GehĂ€usedurchmesser 41 mm, GehĂ€usebreite 92 oder 89,5 mm. Die Lagerschale mit Lager wird eingepresst. Innenlager-Wellendurchmesser ursprĂŒnglich 24 mm.

Verbindung von Tretlagerwelle und Kurbeln

Es gibt inzwischen zahlreiche Systeme, die Tretkurbeln mit der Welle zu verbinden. Sofern Welle und Kurbeln nicht aus einem StĂŒck geschmiedet sind, werden die Kurbeln jeweils auf die Welle des Innenlagers aufgesteckt.cite-ref-22[22]

Keilverbindung
Bei einfachen RĂ€dern bis zur Jahrtausendwende ĂŒblich. Montage ohne besondere Werkzeuge möglich. Etwas Geschick ist erforderlich, um den aus weichem Stahl gefertigten Keil beim Anziehen und Ausschlagen nicht zu beschĂ€digen. Der Keil sollte gelegentlich etwas nachgeschlagen werden, da ein loser Keil die AnlageflĂ€che der Achse abnutzt, worauf ein fester Sitz nicht mehr erreicht werden kann.
Vierkantverbindung
BewÀhrte Verbindung, die zur Demontage ein einfaches Abziehwerkzeug guter QualitÀt erfordert. Werden Befestigungsschraube bzw. -mutter nicht ausreichend fest angezogen, können sich die angeschrÀgten VerbindungsflÀchen abnutzen.
Vielzahnverbindung („Spline“ > Octalink V1/V2, ISIS) mit aufgechobener Kurbel
Zum Auf- und Abziehen ist jeweils ein spezielles Werkzeug erforderlich (zum Aufziehen hilfsweise eine Gewindestange mit Unterlegscheiben und Muttern). Wenn der auf den Vielzahn geschobene Kurbelarm nicht mit enger Toleranz aus einer hochwertigen Aluminiumlegierung gefertigt wird, lockert sich die Verbindung mit der Zeit, was einen Austausch des Kurbelarms erforderlich macht.
Vielzahnverbindung mit (geschraubter) Klemmung an der Kurbel
Robuste und dauerhafte Verbindung. Zur Montage ist lediglich ein InbusschlĂŒssel erforderlich.

Keil-Verbindung

Der Kurbelkeil ist ein einseitig angeschrÀgter zylindrischer Bolzen, der in eine quer zur Tretlagerwelle liegende Bohrung in der Tretkurbel geschlagen wird und an einer Abflachung der Tretlagerwelle anliegt. Eine Mutter sichert den Keil. Die Keilbefestigung ist gegelegentlich nachzuschlagen, um zu verhindern, dass sie sich lockert.

Zum Ausbau des Keils wird die Mutter nur gerade soweit gelöst, dass ihre AußenflĂ€che mit dem Ende des Gewindes des Keils abschließt. Wird auf das Gewinde geschlagen, ohne die Mutter noch darauf zu belassen, verformt es sich und wird unbrauchbar. Wenn sich der Keil nicht mit mĂ€ĂŸig krĂ€ftigen HammerschlĂ€gen lösen lĂ€ĂŸt, sollte die Kurbel beim Schlagen von unten unterstĂŒtzt werden, um das Lager nicht zu beschĂ€digen. Beispielsweise kann ein Rohr die Kurbel zum Boden hin abstĂŒtzen. Sollte sich der Keil so nicht heraustreiben lassen, muss eventuell das Gewinde abgesĂ€gt und ein Durchtreiber am Keil angesetzt werden. Auch die Achse einer defekten Pedale eignet sich gut als DurchschlĂ€ger. Notfalls kann der Keil mit einem 6 mm Bohrer ausgebohrt oder die Kurbel mit einer Gasflamme erhitzt werden.cite-ref-cot-23-0[23]

Da die Abflachungen auf der Welle symmetrisch, auf den Keilen aber schrĂ€g angebracht sind, mĂŒssen die Keile in entgegengesetzter Richtung eingefĂŒhrt werden, damit die Kurbeln sich um 180° gegenĂŒberstehen. (Nach dem EinfĂŒhren dĂŒrfen die Gewinde des linken und rechten Keils also nicht beide zur gleichen Seite zeigen.) Es wird empfohlen, den Keil jeweils von oben einzufĂŒhren, wenn die Kurbel nach vorne zeigt, um zu verhindern, dass ein weites Hosenbein sich an der Mutter des Keils verfĂ€ngt.cite-ref-24[24]cite-ref-cot-23-1[23]

Die meisten Keile haben einen Durchmesser von 9,5 mm. In Frankreich und Italien sind auch 9 oder 8,5 mm breite Keile ĂŒblich. LĂ€nge und Winkel der keilförmigen Abflachung sind nicht standardisiert. Damit die Kurbeln sich genau gegenĂŒberstehen, sollten Keile darum paarweise ausgetauscht werden. Es kann erforderlich werden, den Keil mit der Feile nachzuarbeiten. Hierzu wird der Keil so in einen Schraubstock gespannt, dass dessen Oberkante als FĂŒhrung fĂŒr die Feile dienen kann. An der breiten Seite der Abflachung sollte ein grĂ¶ĂŸerer Druck auf die Feile aufgebracht werden. Die Feile muss parallel zur Abflachung bewegt werden, um diese nicht auszurunden.cite-ref-cot-23-2[23]

Die Keile werden soweit eingetrieben, wie mit mĂ€ĂŸigen HammerschlĂ€gen möglich ist. Die Mutter dient lediglich der zusĂ€tzlichen Sicherung und keinesfalls zum Einziehen des Keils. Sie sollte sehr vorsichtig angezogen werden. Da die Keile aus recht weichem Stahl bestehen, kann das Gewinde ansonsten leicht ĂŒberdreht werden oder abreissen.cite-ref-ddr-18-1[18] Nach 50 km Fahrtstrecke mĂŒssen die Keile nochmals mit dem Hammer eingetrieben und die Mutter nachgespannt werden.cite-ref-cot-23-3[23]

Vierkant-Verbindung

Die Vierkant-Verbindung zwischen Welle und Tretkurbeln wurde bereits in den 1930er Jahren vom französischen Hersteller Stronglight bei FahrrĂ€dern mit Glockenlager eingefĂŒhrt,cite-ref-hilbertz-25-0[25] verbreitete sich jedoch erst nach und nach.

Die Vierkante an beiden Enden der Welle verjĂŒngen sich nach außen. Die Kurbel wird mit einer axialen Schraube oder Mutter auf die Welle gezogen, so dass die angeschrĂ€gten FlĂ€chen des Vierkants aufeinander klemmen. Da bereits minimale Bewegungen zwischen Kurbel und Welle die Vierkantaufnahme abnutzen, ist es von Bedeutung, dass der Reibschluss durch die Klemmung eine kraftschlĂŒssige und spielfreie Welle-Nabe-Verbindung herstellt. Zum Herausdrehen der Schraube oder Mutter ist meist ein SteckschlĂŒssel mit 14 mm, seltener mit 15 mm oder 16 mm Weite erforderlich. Knarren-NĂŒsse lassen sich verwenden, wenn ihre Wandung ausreichend dĂŒnn ist. Der Aussendurchmesser von 12-kantigen NĂŒsse in einfacher AusfĂŒhrung und 1/2"-Aufnahme ist oft zu groß, um in die Kurbel zu passen.cite-ref-cot-23-4[23]

Zum Lösen der Kurbeln ist ein Abzieher erforderlich, der die Kurbel von der Welle zieht, nachdem die Verschraubung gelöst wurde. Bei manchen AusfĂŒhrungen zieht der Kopf der Befestigungsschraube die Kurbel beim Lösen selbsttĂ€tig von der Welle, so dass kein Abzieher benötigt wird. Das Feingewinde im Aluminium der Kurbel ist empfindlich und leicht zu beschĂ€digen, wenn der Abzieher verkantet angesetzt wird. Es empfiehlt sich Abzieher eines bekannten Herstellers wie Shimano oder Park Tools zu verwenden. Einfache Abzieher bestehen aus einem zu weichen Material. Das oft auch ungenau gearbeitete Gewinde verformt sich teilweise schon bei der ersten Verwendung und beschĂ€digt dann auch das Innengewinde der Kurbel. Vor dem Einschrauben des Abziehers ist darauf zu achten, dass sich keine Unterlegscheibe mehr in der Kurbel befindet und dass das Innenteil des Abziehers noch nicht allzu weit eingeschraubt ist. Auch muss der Kopf des Innenteils zum Ende der Tretlagerwelle passen. FĂŒr Wellen mit Vierkant wird ein anderer Kopf verwendet als fĂŒr Wellen mit Octalink, Splined oder ISIS Verbindung. Manche Abzieher werden mit einem Aufsatz fĂŒr das Innenteil geliefert, der sich wenden oder austauschen lĂ€sst. Es ist sinnvoll nachzumessen, ob der Abzieher bis zum Anschlag in die Kurbel eingeschraubt ist, bevor die Kurbel mithilfe des Innenteils abgezogen wird. Ein nicht ausreichend tief eingeschraubter Abzieher kann das Innengewinde der Kurbel zerstören. Wenn sich eine festsitzende Kurbel nicht mehr mit dem Abzieher entfernen lĂ€ĂŸt, kann es helfen, ein Kriechöl zu verwenden, die Kurbel mit dem Heissluftföhn oder einer Gasflamme zu erwĂ€rmen, einen Abzieher aus dem Kfz-Bereich zu verwenden, dessen Arme von aussen an der Kurbel ansetzen, oder einen Hammer zu verwenden.cite-ref-cot-23-5[23]

Campagnolo-Kurbeln, die zwischen 1990 und 1996 hergestellt wurden, enthielten teilweise Linksgewinde. Abzieher hierfĂŒr sind kaum zu finden.cite-ref-cot-23-6[23]

Es gibt verschiedene AusfĂŒhrungen der Vierkantverbindung. Bei allen betrĂ€gt der Winkel der SchrĂ€ge 2° (VerjĂŒngung). Unterschiede bestehen in der LĂ€nge der VerjĂŒngung und dem Außenmaß des Vierkantes.cite-ref-26[26]

Wellen nach der ISO 6695 von 1991 haben eine kleinere Vierkantaufnahme, das Maß an den Enden, als Wellen entsprechend der JIS-Vorgabe. Eine Änderung bei der ISO 6695 im Jahr 2015 auf ein grĂ¶ĂŸeres Maß sollte durch die Unterschiede entstehende Probleme beseitigen.cite-ref-27[27] Shimano produzierte eine Zeit lang fĂŒr die Dura-Ace-Kurbeln eine „JIS Low Profile“ genannte Variante mit kurzem Vierkantende.cite-ref-28[28]

Der ISO-Vierkant wird vornehmlich von europÀischen Herstellern wie Campagnolo, Miche, Mavic und zum Teil auch Stronglight hergestellt. Nach dem JIS-Standard fertigen insbesondere japanische Hersteller wie Shimano. Andere Hersteller, wie Sugino, FSA und Phil Wood, bauen Innenlager und Kurbeln sowohl nach JIS- als auch nach ISO-Standard.

ISO-Kurbeln rutschen nicht weit genug auf JIS-Innenlager, sodass die Bruchgefahr der Kurbel steigt (fĂŒr mĂ€ĂŸige Belastungen kann eine solche Lösung aber ausreichend sein). Umgekehrt lassen sich JIS-Kurbeln weiter auf Innenlager mit ISO-Vierkant stecken, sodass es unter UmstĂ€nden nicht mehr möglich ist, die Kurbeln zu fixieren. Die Kettenlinie Ă€ndert sich in beiden FĂ€llen.

Die FlĂ€che zwischen Kurbeln und Vierkant soll bei Shimano und vielen anderen Herstellern nicht gefettet werden. Dies soll vermeiden, dass die Kurbel beim Anschrauben zu weit auf den Vierkant gezogen wird. Die resultierenden hohen Spannungen könnten andernfalls zum Bruch der Kurbel fĂŒhren. Die hochfesten Schrauben oder Muttern, mit denen die Kurbeln auf der Welle befestigt werden, sollen hingegen am Gewinde und an der ReibflĂ€che gefettet und anschließend krĂ€ftig angezogen werden (wird beispielsweise ein 200 mm langer Hebelarm beim Anziehen eingesetzt, muss eine betrĂ€chtliche Kraft aufgewendet werden).

Der Vierkantkonus wurde ursprĂŒnglich bereits mit den Glockentretlagern verwendet. In den 1950ern setzten sich die einfacher zu demontierenden Keiltretlager durch. In den 1980ern wurde dann wieder eine leicht variierte Form der Vierkantbefestigung eingefĂŒhrt. In die nun im Kurbelkopf vorgesehenen GewindegĂ€nge lĂ€sst sich ein spezielles Werkzeug einsetzen, das die Demontage wesentlich vereinfacht.

Sechskant-Verbindung

In den 1950er Jahren wurde bei FahrrÀdern mit Glockenlager auch ein Sechskantkonus eingesetzt.

Vielzahn-Verbindung („splined“)

Das Wellenende ist vielzahnig ausgefĂŒhrt, manchmal zusĂ€tzlich konisch. Diese Verbindungsart wurde ab 2003 im Massenmarkt eingefĂŒhrt.

Verbreitet sind insbesondere das 1996 von Shimano eingefĂŒhrte Octalink-System mit acht ZĂ€hnen sowie der International Spline Interface Standard (ISIS)-Standard mit zehn ZĂ€hnen. Deutlich weniger verbreitet sind Power Spline mit zwölf und Howitzer mit zehn ZĂ€hnen und außenliegenden Lagern (beide von Truvativ). Bei Octalink gibt es zwei unterschiedliche AusfĂŒhrungen, die zueinander inkompatibel sind.cite-ref-29[29]cite-ref-30[30] Zueinander kompatibel sind Octalink-Kurbeln und Octalink-Innenlager der Gruppen Dura Ace, Ultegra, 105SC und XTR (alle Shimano) sowie Kurbeln von Ritchey und Alpina von Sugino einerseits (Octalink V.1)cite-ref-radtechnik-f-r-profis-11-1[11]cite-ref-downs-31-0[31] und Deore XT, Deore LX, Deore, Tiagra und Sora andererseits (Octalink V.2).cite-ref-downs-31-1[31] Die WellenlĂ€ngen unterscheiden sich jedoch: Innenlager fĂŒr Dura-Ace, Ultegra und 105 sind mit 109,5 mm und 118,5 mm WellenlĂ€nge erhĂ€ltlich, XTR mit 112,5 und 116 mm.

Ab den 2020er Jahren werden ĂŒberwiegend außenliegende Lager mit einer feinzahnigen Vielzahn-Verbindung eingesetzt.cite-ref-hilbertz-25-1[25]

Feste Verbindung zum Kurbelarm

Ein Kurbelarm und die Tretlagerwelle werden herstellerseitig fest verbunden. Die Tretlagerwelle wird durch die beiden Lagerschalen gesteckt. Auf der anderen Seite wird der zweite Kurbelarm auf das vielzahnige Ende der Welle geschraubt.

Diese Technik gibt es schon seit den 1980er Jahren von amerikanischen Kleinstherstellern, allen voran Bullseye.cite-ref-32[32] Sie wurden ursprĂŒnglich fĂŒr den Einsatz an BMX-RĂ€dern entwickelt. Shimano fĂŒhrte diese Technik 2004 zusammen mit außenliegenden Lagern ein.

FSA, Race Face und im Jahr 2007 auch Campagnolo folgten diesem Trend. Die Technik setzte sich auch in den preisgĂŒnstigeren Gruppen durch. WĂ€hrend bei Shimano, FSA und SRAM/Truvativ der antriebsseitige Kurbelarm mit der Welle verbunden ist, bildet bei Race Face der linke Kurbelarm eine Einheit mit der Welle. Campagnolo teilt die Welle mittig, so dass beide Kurbelarme einen festen Wellenstummel besitzen. Bei BB30-Kurbeln mit einseitig fester Verbindung zwischen Welle und Kurbelarm befindet sich diese auf der linken Seite.

Fauberlager

Insbesondere BMX-RĂ€der wurden mit sogenanntem Fauberlager und einem speziellen Kurbelsatz ausgestattet, bei dem beide Tretkurbeln mit der Innenlagerwelle eine durchgehende Einheit bilden. Welle und Kurbeln werden aus einem einzelnen Rundstahl-Stab geformt, der an beiden Übergangsstellen umgebogen wird. Um die komplette Einheit aus Kurbeln und Welle in das TretlagergehĂ€use einschieben zu können, benötigt dieses einen grĂ¶ĂŸeren Durchmesser als gewöhnlich. Anschließend werden die Lagerschalen und Konen mit Innengewinde von außen ĂŒber die Kurbeln geschoben und mittels eines Außengewindes auf der Welle eingestellt.

Sonstige

Einige Hersteller fertigen eigene Systeme. So baut beispielsweise SRAM unter dem Markennamen Truvativ Innenlager – und passende Kurbeln – mit der Bezeichnung Howitzer. Der Hersteller e*thirteen fertigt Kurbeln und Innenlager mit einer abgerundeten Dreiecksform (Polygon nach DIN 32711-P3).

Exzenter-Tretlager

Die TretlagergehĂ€use von Tandems und von einigen FahrrĂ€dern mit Zahnriemen werden vergrĂ¶ĂŸert ausgefĂŒhrt, um die Innenlager in einer exzentrisch Aufnahme im GehĂ€use verspannen zu können. Nach dem Lösen der Klemmschraube(n) kann die Aufnahme verdreht werden, um die Kettenspannung zwischen dem vorderen und hinteren Tretlager einzustellen. Exzenter-Tretlager werden auf Englisch auch als EBB (eccentric bottom bracket) abgekĂŒrzt.

Tretlagerschaltung

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Hauptartikel

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Tretlagerschaltung

Einige Hersteller bieten TretlagergehĂ€use mit integriertem Getriebe als Gangschaltung an. Der Abtrieb erfolgt koaxial oder achsparallel auf das Kettenrad. Es gibt sowohl Systeme, die ein besonders geformtes TretlagergehĂ€use benötigen, als auch Systeme, die sich in Standard-TretlagergehĂ€usen nachrĂŒsten lassen.

Bildergalerie

Literatur

‱ Michael Gressmann, Franz Beck, RĂŒdiger Bellersheim: Fachkunde Fahrradtechnik. 1. Auflage, Verlag Europa-Lehrmittel, Haan-Gruiten, 2006, ISBN 3-8085-2291-7
‱ Richard Hallet: Fahrrad-Wartung-Pflege-Reparatur. 1. Auflage, BVA Bielefelder Verlag GmbH & Co. KG, Bielefeld, 2003, ISBN 3-87073-308-X
‱ Fritz Winkler, Siegfried Rauch: Fahrradtechnik Instandsetzung, Konstruktion, Fertigung. 10. Auflage, BVA Bielefelder Verlagsanstalt GmbH & Co. KG, Bielefeld, 1999, ISBN 3-87073-131-1

Weblinks

Commons

: Innenlager

– Sammlung von Bildern

‱ Grundlagen der Innenlagertechnik. In: Wikipedalia.com
‱ Spezifikationen fĂŒr ISIS Interface

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Ralf Rolatschek: Etablierung des Begriffs Innenlager durch BrĂŒgelmann. In: Fahrradmonteur.de
cite-note-22. ↑ Siehe auch Sheldon Browns tabellarische Übersicht der verschiedenen Tretlagertypen (englisch)
cite-note-31. Siehe auch die sehr detaillierten Maßangaben von Sheldon Brown fĂŒr Innenlager verschiedener Hersteller (englisch)
cite-note-smolik-44. Christian Smolik: Glossar Tretlagerung. In: Smolik-Velotech.de
cite-note-52. Siehe Anleitung zum Innenlagertausch. (Memento vom 21. Oktober 2012 im Internet Archive) In: Jochen-Schweiger.de, abgerufen am 30. November 2012 (PDF; 362 kB)
cite-note-63. Tour-Sonderheft „Velowerkstatt“ I, Seite 127 oder II, Smolik
cite-note-74. Beschreibung Thompson-Lager. In: Scheunenfun.de
cite-note-85. Siehe Sheldon Browns Lexikon (englisch)
cite-note-96. andere Reparaturlager auch von Stronglight (JP 1000), Point oder YST
cite-note-problemsolversbike-107. Skizzen der neuen, gewindelosen TretlagergehÀuse (PDF; 142 kB)
cite-note-radtechnik-f-r-profis-1111. Eine Beschreibung der modernen Lagersysteme findet sich auf der Seite Radtechnik fĂŒr Profis (Memento vom 21. Februar 2014 im Internet Archive), abgerufen am 4. Dezember 2016.
cite-note-problemsolvers-128. Übersicht mit den Maßen moderner Innenlager, ProblemSolversBike.com, USA, abgerufen im Juli 2016
cite-note-1313. ↑ Abbildung eines klassischen Konuslagers, hier mit BSA-Lager bezeichnet.
cite-note-1414. ↑ Siehe auch die Artikel von Sheldon Brown zur Wartung von Tretlagern: Übersetzungen auf wikipedalia.com (es wurden nicht alle Artikel ĂŒbersetzt). Abgerufen am 4. Dezember 2016.
cite-note-1515. ↑ Siehe den Artikel von Sheldon Brown ĂŒber die Demontage von Lagerschalen und Sicherungsringen (englisch)
cite-note-bikeradar-1616. ↑ Anleitung (englisch) zum Ein- und Ausbau von Kurbeln und geschraubten Innenlagern (BSA und Hollowtech II) bei Bikeradar.com, abgerufen im Juli 2016
cite-note-1717. ↑ Abbildung eines Thompsonlagers.
cite-note-ddr-1818. ↑ Tipps zu Tretlagern / Getrieben, In: DDR-Fahrradwiki.de. Abgerufen im Mai 2020
cite-note-1919. ↑ Oft ist am GehĂ€use eine Anschlagkante angeformt. Dann muss die Welle von der anderen Seite aus herausgeschlagen werden, die eine lose Lagerschale besitzt.
cite-note-2020. ↑ Sheldon Browns Übersicht ĂŒber einige gĂ€ngige Patronenlager (englisch)
cite-note-wheels-2121. ↑ Tabellarische Übersicht (in englischer Sprache): Adapter zur Verwendung von diversen Kettenblattgarnituren (engl. Crankset) mit abweichenden Innenlagern, Wheels Mfg, abgerufen im Juli 2016
cite-note-2222. ↑ Sheldon Brown: Tool Tips-Cotterless Cranks. Abgerufen am 8. Juni 2025.
cite-note-cot-2323. ↑ Sheldon Brown: Cottered Cranks. Abgerufen am 8. Juni 2025.
cite-note-2424. ↑ FĂŒr geringste FlĂ€chenpressung am Keil beim Treten mĂŒssten beide Muttern unten liegen, wenn die linke (kettenabgewandte) Pedalkurbel in Richtung Vorderrad zeigt, denn dann liegt die grĂ¶ĂŸere FlĂ€che des Keils unten, hat also dort, wo die meiste Kraft wirkt, die grĂ¶ĂŸte FlĂ€che. Dann stehen sich die Kurbeln aber nicht genau um 180° gegenĂŒber. Da bei Belastung immer ein Keil mit der breiten Seite an der FlĂ€che der Achse anliegt und der andere Keil mit der schmalen, spielt es keine Rolle, wie herum sie eingefĂŒhrt werden, solange sie nicht beide in die gleiche Richtung weisen.
cite-note-hilbertz-2525. ↑ Kai Hilbertz: Lagerkunde – Welche Tretlager/Innenlager gibt’s am Fahrrad?, 24. Februar 2015. In: bike-magazin.de
cite-note-2626. ↑ Siehe den Artikel von Sheldon Brown ĂŒber die Varianten der Vierkant-Verbindung zur Kurbel (englisch)
cite-note-2727. ↑ Radmarkt ĂŒber Änderung der ISO 6695
cite-note-2828. ↑ Auswechselbarkeit von Vierkant-Kurbelaufnahmesystemen bei Tretlagern auf wikipedalia.com
cite-note-2929. ↑ Unterschied zw. Octalink-Version 1 u. 2
cite-note-3030. ↑ http://www.sheldonbrown.com/gloss_n-o.html#octalink
cite-note-downs-3131. ↑ Todd Downs: Bicycling Magazine’s Complete Guide to Bicycle Maintenance and Repair: For Road and Mountain Bikes. Rodale Inc., 2005, ISBN 978-1-57954-883-4, S. 138.
cite-note-3232. ↑ Patent US4704919A: Two-piece crankshaft for bicycles. Angemeldet am 18. MĂ€rz 1986, veröffentlicht am 10. November 1987, Erfinder: Roger O. Durham.‌
cite-note-dito-339. wohl auch fĂŒr gewindelose GehĂ€use von Thompsonlagern verwendbar
cite-note-3410. Zum Ausbau des Lagers wird der Fahrradrahmen flach ĂŒber einen Schraubstock gelegt, so dass sich zwei gegenĂŒberliegende Kanten der rechten Seite des TretlagergehĂ€uses auf den Backen des Schraubstocks abzustĂŒtzen. Um das Lager unversehrt auszubauen, wird ein RohrstĂŒck benötigt, das in die Aussparung zwischen linkem Achsstummel und EinschlaghĂŒlse passt. Mit HammerschlĂ€gen wird der Korpus des Lagers durch die Backen des Schraubstocks nach unten herausgetrieben. Manche LagerhĂŒlsen besitzen keinen Aussparung. Bei diesen wird die Kunststoffabdeckung der linken EinpresshĂŒlse durch die zum Ausschlagen verwendete Rohr-HĂŒlse durchstossen. Die BroschĂŒre Der Klassiker mit Zukunft – FAG Tretlager – millionenfach bewĂ€hrt (PDF-Datei) beschreibt Ein- und Ausbau der Lager.